Über die große Chance von Glaubensgrundkursen in unserer Zeit
Text und Empfehlungen von Pastor Andreas Hertig (Stand: März 2024)
Meine bisherige Erfahrung im Pastorendienst ist: Überall, wo Glaubenskurse angeboten werden in einer Gemeinde, stoßen sie auf Resonanz. In einem überschaubaren Zeitrahmen (8-10 Abende je nach Kurs) wird über die wesentlichen Grundfragen des christlichen Glaubens informiert. Das ist eine wunderbare Gelegenheit für viele Menschen, unverbindlich zuzuhören und kritisch zurückzufragen!
Diese Kurse sind genau das Richtige für …
… Menschen, die neu in der Gemeinde sind – die evt. über Freunde oder den Ehepartner dazugekommen sind – und mehr über Gott und den christlichen Glauben wissen möchten.
… Menschen mit kritischer Einstellung zur Kirche, die aber am Glauben interessiert sind.
… Menschen, die schon länger Christen sind, aber über die Grundlagen des Glaubens neu nachdenken wollen, vielleicht auch deshalb, weil sie früher im Katechismusunterricht „Flausen im Kopf“ hatten…
So ein Kurs bietet sich nach meiner Überzeugung immer an im Anschluss an eine evangelistische Veranstaltungsreihe als Nacharbeitsangebot. Menschen, die sich bekehrt haben oder dem Glauben angenähert haben, können dort weitere grundlegende Informationen bekommen und erste Schritte im Glauben tun.
Genauso lässt sich so ein Kurs aber auch „einfach so“ durchführen in der Gemeinde. Dafür fällt dann mal eine Zeit lang die Bibelstunde aus. Und die Gemeinde wird zum Glaubensgrundkurs eingeladen. Das tut jeder Gemeinde gut!
Natürlich kann man so einen Kurs selber konzipieren, wenn man das möchte… Aber es gibt hervorragendes Material auf dem christlichen Markt, womit viele Gemeinden schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Das dürfen auch wir verwenden.
Ich hoffe sehr, dass Glaubensgrundkurse auch in der Arbeit unserer Gemeinden verstärkt als eine echte Hilfe entdeckt werden. Gewiss wird mit der Einführung von Glaubenskursen vielerorts „Neuland“ betreten. Deswegen muss man die Sache gut vorbereiten, die Gemeinde rechtzeitig informieren und zur Teilnahme motivieren. Wenn der Startschuss einmal gefallen ist, ist es aber meistens ein „Selbstläufer“, weil unter den Kursteilnehmern eine positive Dynamik entsteht…