Passionszeit - Wachstumszeit: Losungstext 17.04.

14 Ich bin täglich geplagt, und meine Züchtigung ist alle Morgen da
[.​..]
16 So sann ich nach, ob ich’s begreifen könnte, aber es war mir zu schwer,​
17 bis ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.​ …
[...]
21 Als es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meinen Nieren,​
22 da war ich ein Narr und wusste nichts, ich war wie ein Tier vor dir.
23 Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,​
24 du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.

Hintergrund: E​iner der persönlichsten Klagepsalmen – insofern ein beachtenswertes Geschenk Gottes des Realismus` seines Wortes: Auch so hart kann das Leben eines Gottesmenschen sein. Für die Blueszeiten in unserem Leben öffnet er auch eine Türe zum Licht: „Ich ging in das Heiligtum …“. – In der Stille, im Gebet ändert der Heilige Geist immer wieder unseren Blickwinkel auf das Geschehen um uns. Das Selbstmitleid dünnt sich langsam aus – dafür steigt das Gottvertrauen unseres Losungstextes in der Seele auf. Und es hat eine Folge, die wirklich „greift“: Der Geist bezeugt mir, dass (auch und gerade) ich bei Gott große Ehre bekomme. Eine nachhaltige Hilfe bis zur nächsten Traurigkeit, die mich auf dieser Erde ereilen wird. Aber auf diese kann ich anders zuleben, wenn ich weiß, dass es in der gesuchten und gefundenen Zweisamkeit mit Gott (Tempel) genau diese Türe des Blickwechsels wieder geben wird.

Gebet für mein Wachstum:

Lieber Herr,
bitte mache mich achtsam für den Weg zu meinem „Tempel“.
Zur Stille und Zweisamkeit mit Dir.
Damit ich in meinem Leben
immer weniger Zeit 
in den Mauern der Bitterkeit verbringe:
Und immer mehr Zeit HOFFNUNG leben kann,
die dann auch andere Menschen sehen.