Jugendtag - GB.Youth x OpenDoors
Sep
5 Ich suchte den HERRN, und er antwortete mir; und aus allen meinen Ängsten rettete er mich.
6 Sie blickten auf ihn und strahlten, und ihr Angesicht wird nicht beschämt.Aus Psalm 34
Hintergrund: Heute wieder einmal dieser hochinteressante Psalm: David kommt auf die Idee, sich als Wahnsinniger zu verstellen (V.1) und bekam dadurch Rettung. Abgesehen davon, wie wir diese „Lüge“ bewerten, ist die Bewertung des Geschehens im Psalm spannend: Es „explodiert“ beinahe ein Loblied aus ihm für diese Rettung. Aber kein Loblied auf seine eigene Cleverness, sondern auf Gott, der ihm diesen Plan gegeben hat.
Und dann unser Losungsvers – gegen den (An)strich gebügelt: Als Wahnsinniger, Deprimierter, Verzweifelter erschien er den Menschen.
Als Strahlende, Offene und Siegreiche erscheinen dieselben Menschen in der geistlichen Welt – und offenbar auch vor anderen Menschen. Das heißt: Wenn ein Christ auch z.B. total hilfsbedürftig und totmatt im Krankenhaus liegt – und auf den Herrn blickt, gibt es eine innere Würde, ein „Strahlen des Herzens“, dass er sich nicht als „armes Würstchen“ fühlen muss – er darf stolz drauf sein, diese elende Situation mit seinem Herrn zu durchleben – statt sich zu schämen wegen seiner gesundheitlichen Blöße.
Und ein Querverweis muss heute noch mit in die Mail: Passt zu diesem Losungsvers in diesem Kontext nicht auch das Passionswort: „Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.“ (Jes 53,3)
Gebet für mein Wachstum:
Bitte, Herr, lass mich
hinter schwierige Gegebenheiten blicken.
Lass mich auf Dich blicken,
denn das gibt mir eine Würde,
die es nur in Deinem unsichtbaren Reich gibt.
Danke, Christus, dass Du diesen Weg vorausgegangen bist.