Hoffnungsstifter einer Stadt

In Zwönitz, einer Bergstadt mit 11.000 Einwohnern nahe Chemnitz, taten sich verschiedene christliche Gemeinden zusammen, um den Menschen gemeinam zu zeigen: Auch in schweren Zeiten gibt es Hoffnung. Der Gemeinschaftsbund mit seinem Ziel „Weitergeben“ unterstützte die Aktion. Marcel Zellweger berichtet nun von diesem außergewöhnlich starken „Weitergeben“ – nicht in gewohnten Kirchenräumen, sondern in einer Halle, die für viele Menschen eher ein gewohnter Ort war:

Die Evangelisationswoche Anfang Juli wurde für viele Menschen in Zwönitz zu einem besonderen Zeichen der Hoffnung und der Einheit. Federführend durch die Evangelisch-methodistische Kirche Zwönitz und getragen von allen christlichen Gemeinden unserer Stadt, entstand ein gemeinsames Zeugnis dafür, wie lebendig der Glaube ist, wenn Christen als ein Leib zusammenstehen.
Der Referent Gutram Wurst vom Evangelisationsteam Sachsen führte durch die Abende, die unter dem Leitmotiv „Hoffnung in schweren Zeiten – Glaube versetzt Berge“ standen. Die Themen berührten existenzielle Fragen, die viele Menschen bewegen:
 Wie können Beziehungen heilen?
 Was gibt Halt in den Stürmen des Lebens?
 Wem kann ich noch vertrauen?
 Wie entkomme ich der Einsamkeit?
 Was stillt meine Sehnsucht?
 Wenn der Tod nicht das Ende ist…
Diese Abende boten Raum für ehrliche Fragen, neue Perspektiven und persönliche Begegnungen mit der Hoffnung des Evangeliums.
Musikalisch wurde die Woche von Michael „MicWen“ Wendler begleitet, dessen Lieder vielen Menschen aus dem Herzen sprachen.
Am 6. und 7. Juli war Alexander Hellmich zu Gast und begeisterte Kinder zwischen 8 und 15 Jahren mit seinem XXLBaukastenProgramm – ein fröhlicher, kreativer Höhepunkt für die jüngeren Besucher.
Am Eingang der Turnhalle der GoetheGrundschule stand ein Hoffnungsbaum, an dem Besucher ihre Hoffnungen aufschreiben und daran befestigten konnten. Dieses einfache Zeichen wurde zu einem starken Ausdruck dessen, was uns verbindet: die Sehnsucht nach Heilung, Frieden, Vertrauen und Gottes Nähe.
Nach den Veranstaltungen lud ein Eiswagen dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Viele nutzten die Gelegenheit, um das Gehörte zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen oder einfach die Gemeinschaft zu genießen.
Die Woche zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll es ist, wenn Gemeinden zusammenarbeiten, sich gegenseitig stärken und gemeinsam Licht und Salz in dieser Welt sind. Wir sehen diese Tage als ein Geschenk und als Ermutigung, weiterhin gemeinsam den Auftrag Jesu aus Matthäus 28,19 zu leben:

„Darum geht zu allen Völkern und macht Menschen zu meinen Jüngern.“

Wir sind dankbar für jeden Besucher, jeden Helfer, jede Gemeinde und jeden Moment, in dem Gottes Geist spürbar wirkte. Diese Woche hat uns gezeigt: Hoffnung trägt. Glaube bewegt. Gemeinschaft verbindet.

Marcel Zellweger