Jugendtag - GB.Youth x OpenDoors
Sep
Vom 16.-20. Juni ist das wahr geworden, was zunächst als eine bisschen verrückte Idee angesehen wurde. Ja, zuerst waren manche skeptisch. Ob sich überhaupt genügend Leute finden, die mitmachen? Und ob Leute sogar mitten in der Nacht extra dafür aufstehen?
Im Nachhinein kann man nur dankbar sagen: Es war eine ganz besondere und gesegnete Woche. Wir haben es geschafft, die Bibel von vorne bis hinten durchzulesen, jedes Buch, jedes Kapitel, jeden Vers. Genau 90 Stunden und 8 min hat das gedauert, von Mo 15.00 Uhr bis Fr 9.08 Uhr. 181 Lesezeiten waren zu füllen und 120 Personen haben mitgemacht. Wiewunderbar!
Am Ende war jede einzelne Lesezeit gefüllt und gewiß haben alle, die mitgemacht haben, ihren eigenen persönlichen Gewinn davongetragen, wie es im Psalm 119, 162 heißt:
Ich freue mich über dein Wort, wie einer, der große Beute macht.
Eine Frau sagte: Man wird innerlich ganz ruhig allein durchs Zuhören. Manche hatten Tränen in den Augen, bewegt durch das Gelesene. Und nicht wenige meinten: „Ich will wieder mehr Bibel lesen.“ Sowohl beim Lesen als auch beim Zuhören hat Gott die Kostbarkeit seines Wortes auf eine Art und Weise den Menschen ins Herz gelegt, die wohl kaum eine „Predigt“ über die Wichtigkeit der Bibel hätte vermitteln können. Und die, die jeden Tag vorbeigekommen sind, Schüler, Lehrer, Eltern von Kindergartenkindern und Passanten, werden sich auch ihren Teil gedacht haben.
Ich fand es sehr entlastend zu wissen, da wo ich aufhöre zu lesen, macht ein anderer weiter. Gemeinde- oder Ortsgrenzen haben keine Rolle gespielt, auch der Bürgermeister von Eibenstock hat 3 Lesezeiten übernommen. Was für ein Zeichen in der heutigen Zeit!
Das Emk-Mobil war ein wunderbares Werkzeug für unsere Sache, einfach ideal: groß und weit sichtbar, es hat die Aufmerksamkeit angezogen, Mikrofonanlage, Sitzgelegenheiten drinnen und draußen, so dass wir tagsüber im Freien unter dem Sonnendach lesen konnten und nachts im Bus.
Es war ein besonderer Raum rund ums EmK-Mobil, man spürte, das stand unter Gottes Schutz. Es wurde auch viel dafür gebetet. Unser größter Dank gilt Gott! Für alles, was er uns diese Woche geschenkt hat, auch für Bewahrung, dass es keine Störungen und Anfeindungen gab.
Pastorin Heidrun Hertig