Am Tag vor der Wahl in Berlin: "Marsch für das Leben" um den Hauptbahnhof!
Ich durfte am 19.09.2026 auf diesem deutlich ökumenischen Marsch unter etwa 4000 Teilnehmern (offizielle Zahl) den Gemeinschaftsbund der EmK vertreten. Es war wieder wie ein Familientreffen im doppelten Sinne: Es trafen sich Geschwister von katholisch bis freikirchlich als eine große Familie. Egal ob kirchliche Würdenträger oder junge Bannerträger oder die "Omas für das Leben" : das vertraute "Du" bestimmte die Atmosphäre. Und es ging natürlich um die Familie - vom Kind im Mutterleib bis hin zum Schutz vor Selbsttötung im Alter - und auch im die Erhaltung von Gottes Familienidee (das war die Sache mit den zwei Geschlechtern und der Familie mit Mutter und Vater).
Für diese Idee hatte ich auch ein Plakat an Bord: "Stop dem menschengemachten Familienwandel". Das hat für ziemlichen Gesprächsstoff gesorgt. Im Zug war schon ein etwa 6ojähriger Mann aus Sachsen-Anhalt, dem das Plakat überhaupt nicht gefiel: "Sie sind Pastor und laufen mit so einem Slogan rum? Schämen Sie sich gar nicht? - Die Familie ist doch nichts anderes als ein kapitalistisches Instrument zur Steigerung des Profits - damit die Arbeiter sich schön ausbeuten lassen, wenn sie sich bei der Familie immer wieder ausruhen können." Ich musste innerlich schmunzeln und an den GB-Beitrag mit der marxistischen Ideologie einer in Berlin nicht unbekannten Partei denken. Die fast wortgleiche Ansicht des Gesprächspartners zeigt, wie sich Ideologien nicht nur in den Grenzen von Beschlüssen auf den Papier hält, sondern sich auch in den Herzen der Menschen einnistet.Ich machte ihm das Angebot, dass wir gerne richtig miteinander diskutieren können - aber er lehnte leider jeden Diskurs mit mir ab. Schade, wenn Menschen nicht gesprächsbereit sind.
Nicht sprechen konnten wir leider auch nicht mit den Rufenden, meist jungen Frauen am Straßenrand, weil wir von dem massiven Polizeiaufgebot (Dank an diese Einsatzkräfte) gut geschützt wurden. Insgesamt waren es aber wesentlich weniger Störer und Vermummte als in den letzten Jahren.
Gesprochen auf dem Podium haben neben den Leiterinnen des Marsches, denen großer Dank gebührt und Leitern aus dem Land auch internationale Gäste und vor allem auch Jugendliche. So war diesmal auch die Moderatorin aus der jungen Fraktion. Insgesamt war auch zu bemerken, dass auffällig viele jüngere Leute da waren - aber auch der Mann auf dem Bild, der sich für Väter einsetzt und selbst schon als Opa outete.
Rundum gelungen, gut organisiert und gut geschützt konnten etliche Busse, meist Richtung Sachsen und Baden-Württemberg, dann wieder unter einem bewegten, aber trockenen Himmel der Hauptstadt die Heimreise antreten. Lebensschutz, wie er leibt und lebt!