"Familie" bergab - ein Parteitagsbeschluss von 2026

[Hinweis: Dieser Beitrag gibt ein Beispiel für den Artikel "Familie" - bergab oder nach Gottes Willen bergauf?"]

Am 20.6.2026 lieferte eine Partei, die keine kleine Splittergruppe ist, mit ihren Verlautbarungen Stoff zum Stirnrunzeln von uns Christen, die das Frauenbild der Bibel für bewährt halten:
Die Linke gibt im neuen Parteitagsbeschluss "Das Leben organisieren. Die Linke ist eine feministische Partei" eigentlich ein Ziel, das wir Christen nur bejahen können: "Es geht darum, die gesellschaftlichen Verhältnisse so zu verändern, dass alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung und Identität oder ihrer (sozialen) Herkunft gleichberechtigt ein gutes Leben führen können." Soweit das Großgedruckte, das sicher alle Menschen mit gesundem Menschenverstand gut finden.

Dann aber sind u.a. folgende Passagen in dem Beschluss [Version vom 29.6.26) zu lesen:
"Faschistische Bewegungen und Parteien weltweit machen Geschlechter-, Familien und Migrationspolitiken zum zentralen Kampffeld, um für ihre menschenverachtende Agenda zu mobilisieren. Sie konstruieren ein Bild von faschistischen Körpern, von biologistischer Zugehörigkeit sowie von einer cis- und heteronormativen Geschlechterordnung. Alle Menschen, die in dieses starre Bild nicht passen, erklären sie zu ‚inneren Feinden‘, die ausgegrenzt, diskriminiert und verfolgt werden und Angriffe auf die Errungenschaften der Arbeiter*innenbewegung treffen diese am stärksten. Gegen diese rechte Hetze müssen wir solidarisch zusammen stehen."
Offenbar fallen auch wir unter diese Kategorie, wenn wir eine "biologistische Zugehörigkeit" durch unser natürliches Geschlecht vertreten - ganz schnell sind wir im Topf von "Faschistischer Bewegung" gelandet. Es schaudert mich - nicht nur wegen der Befürchtung, für meine Überzeugung als Faschist verfolgt zu werden, sondern auch wegen der Gräueltaten der "Faschisten" in der NS-Zeit, die mit diesem Begriff unwillkürlich bei mir auftauchen und deren Machenschaften verharmlosen. Und die Sprache, die einen harten Kulturkampf verkörpert, läßt zusätzlich frösteln.

Im weiteren Verlauf wird definiert, wer eine Frau und ein Mann ist. Weil die einfache biologische Begründung nicht zählen darf, müssen Beobachtungen der Tätigkeiten her: "Im täglichen Tun werden die Sorgenden zu Frauen ‚gemacht‘, während diejenigen, die die Arbeit außerhalb des Hauses verrichten – auf dem Feld, im Krieg, in der Politik oder in der Lohnarbeit – als Männer gelten." Hier wird die moderne Sichtweise propagiert, dass das Frau- und Mannsein nur durch die Arbeitsteilung und Aussenansicht "produziert" wird - das Geschlecht entsteht als Produkt des Tuns und dessen "Geltung". Nicht als Produkt der von Gott gegebenen Identität.
Um zu vermeiden, dass die Sorgenden ("Frauen") einseitig zu viele Lasten tragen, wurde dieses Programm aufgelegt: "Konkret heißt das, Sorgearbeit muss in gesellschaftliche Verantwortung genommen werden, statt sie den Haushalten und darin den als Frauen markierten Menschen zuzuweisen.
Sorgearbeit zu vergesellschaften bedeutet daher für Befreiung zu kämpfen – sowohl von gewaltvollen, binären sowie hetero- und cis-normativen Geschlechterverhältnissen, als auch von herrschaftlichen Klassenverhältnissen."
Da diese Sorgearbeit also kein Ehepaar mehr verrichten soll, wo man leicht auf die Idee kommen könnte, eine sei die Frau und der andere der Mann, soll es die neuen Lebensmodelle geben. Der "Zweigeschlechterfamilie" wird bei dieser Gelegenheit durch bunte Ideen des Zusammenlebens ein Abgesang geliefert: "Besser leben mit Kindern: Familie für alle Fokus auf (queere) Mehrelternfamilien sowie Alleinerziehende und solidarische Lebensformen, zu denen fast immer auch ein größeres soziales Netz aus Freundinnen, Nachbarinnen und Wahlfamilie gehört; Förderung von rechtlicher Anerkennung und finanzieller Unterstützung für Mehr-Eltern-Modelle, Regenbogenfamilien und andere Formen „Familien“ zu leben - mit und ohne Kinder. Damit wird die traditionelle Zweigeschlechterfamilie durch eine vielfältige, solidarische Familienpolitik ersetzt, die alle Lebensmodelle und Beziehungsweisen anerkennt."

Dies waren nur wenige Auszüge aus dem Programm, das die Schöpfung von Mann und Frau und daraus resultierender Familie noch deutlicher ablehnt als in den Jahren zuvor. Das "Bergab" der klassischen Familie nahm und nimmt seinen Lauf in Teilen unserer Gesellschaft.