"Familie" - bergab oder nach Gottes Willen bergauf?

Als der Gemeinschaftsbund vor fünf Jahren entstand, war nicht abzusehen, wohin die Gesellschaft geht. Inzwischen müssen wir feststellen: Es ist eine schiefe Ebene, wo Kräfte und Mächte die Bedeutung von Familie, Ehe und Muttersein immer weiter abwärts driften lassen. Während wir diese Bewegung beobachten, geht es auf der anderen Seite mit der Aktualität von Worten des Paulus und damit der Bibel steil bergauf, denn die alten Worte aus Römer 1 gewinnen immer mehr an Relevanz:

20 Gottes unsichtbare Wirklichkeit, seine ewige Macht und göttliche Majestät sind seit Erschaffung der Welt in seinen Werken zu erkennen. Die Menschen haben also keine Entschuldigung. 21 Trotz allem, was sie von Gott wussten, ehrten sie ihn aber nicht als Gott und brachten ihm auch keinerlei Dank. Stattdessen verloren sich ihre Gedanken ins Nichts, und in ihrem uneinsichtigen Herzen wurde es finster. 22 Sie hielten sich für Weise und wurden zu Narren … 28 Und weil sie es nicht für gut hielten, Gott anzuerkennen, lieferte Gott sie einem verworfenen Denken aus, so dass sie tun, was man nicht tun darf.

Damit haben wir schon ein erstes Beispiel, dass wir als Christen die Situation nicht nur beklagen, sondern „mutig voran“ dem auch etwas entgegenstellen! In diesem Widerstand mit dem Wort Gottes steckt ganz viel Hoffnung: Es muss alles nicht so bleiben, wie es ist.

Nun müssen wir aber anhand aktueller Entwicklungen doch erst einmal eine beklagenswerte Bestandsaufnahme machen, bevor wir weitere Schritte besprechen, die uns helfen, mit Christus nach vorne zu gehen – Er kann menschliche Schwerkraftprozesse umkehren in geistlichen Aufbruch!

Beispiel 1 für solch aktuelle Entwicklungen im akademischen Denken:

Dr.Johannes Hartl schreibt: Im 19. Jahrhundert geschieht mit Karl Marx etwas Entscheidendes: .... Das intellektuelle Klima der jungen Bildungsschicht ist von den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts an überwiegend von einer Faszination durch den Marxismus geprägt. Mit dem Zusammenbruch der Utopie des Kommunismus sucht sich der revolutionäre Grundimpetus des marxistischen Denkens seit dem Jahr 1968 als Feind zunehmend das traditionelle Familienbild, die Sexualmoral und den Nationalstaat. ... Die an sich etwas abstrakte Theorie entwickelt große Flächenwirkung in ihrer Anwendung auf die Geschlechtlichkeit des Menschen.
Die „Genderstudies“ betonen die Kraft der Gesellschaft, zu definieren, wie Menschen sich sehen und einteilen. Dass Menschen Mann oder Frau sind, ist nicht einfach gegeben, sondern nur die „heteronormative“ Sichtweise. Es seien patriarchalische Machtstrukturen, die Frauen, Schwule, Transsexuelle etc. unterdrücken. Deshalb sei es jetzt Aufgabe des Staates, für Gleichheit zu sorgen.
Die Parallele zum Kommunismus ist kein Zufall: bei Marx ist die Unterdrückung der Arbeiterklasse der unweigerliche Ausgangspunkt der Gesellschaft. Nur durch die (ggf. auch gewaltsam herbeigeführte!) klassenlose Gesellschaft würde überhaupt ein gerechter Diskurs möglich. Dass extreme staatliche Gewalt hierzu nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch das Mittel der Wahl war, ist die schaurige Lektion der wohl über 100 Millionen Toten des Kommunismus im 20. Jahrhundert. " Quelle: Mitteilungen vom 31.8.2026 in der Mail "3x inspiriert" von J.Hartl Es lohnt sich für Leute, die gerne philosophisch denken, das Posting HIER insgesamt zu lesen.

Beispiel 2 - hier wird diese Lehre konkret in unserer Politik angewendet:

Der Beschluss einer Bundestags-Partei zum Thema "Familie" vom Juni 2026 steht stellvertretend für eine gesellschaftliche Tendenz, die sich zwar beinahe unbemerkt, aber mit ziemlicher Kraft auch aus den Lehren von Karl Marx speist. HIER sind Details des Beschlusses zu lesen.

Christsein mit aufhaltender Wirkung gegen diesen Abwärtstrend in der Gesellschaft

Wie gehen wir mit diesen Nachrichten um?

Wir können sie als "nicht relevant" einstufen: Wer sind schon die paar Leute von dieser Partei, die solche Ideen in die Öffentlichkeit geben? - Diese Sichtweise verkennt, dass solche Denkschulen in gewissen Milieus sich durchsetzen und dann auch in der breiteren Bevölkerung heimisch werden. Man gewöhnt sich dran. Sie verkennt auch, dass es hier um die "schiefe Bahn" geht, die immer bedrohlicher für unsere Gesellschaft wird, umso weniger die klassische Familie mit klassischer Elternfürsorge die Normalität ist. Mit solchen Gedanken ist das von Paulus beschriebene Chaos ("Narrenwerk" bei Römer 5 oben) vorprogrammiert - und das werden unsere Enkelkinder auszubaden haben. Und damit spüren wir: Es ist auch für uns relevant, auch wenn bei uns im Dorf solche Gedanken noch nicht angekommen sind.

Wir können sie als dringendes Gebetsanliegen einstufen: So, wie einst die Friedensbewegung in der DDR mit den Montagsgebeten das Flehen zu Gott markierte, sollten auch wir in unseren Gebetskreisen und Gemeinden dieses Thema "Erhalt der klassischen Familie" mit Inbrunst vor Gott bringen.

Wir können Menschen von Gottes eigentlichen Plänen informieren. Wie heißt es in Jeremia 5,21?

›Hör mir zu, du törichtes, unvernünftiges Volk! Ihr habt doch Augen – könnt ihr nicht sehen? Ihr habt doch Ohren – könnt ihr nicht hören? Habt ihr keine Achtung vor mir?‹«, spricht der HERR.

Wer sollte das Volk warnen, wenn nicht wir Christen? Wäre es der Einsatz für die "klassische Familie" nicht sogar wert, mit Menschen anderer Religionen gemeinsam für die Marke "Familie" einzutreten? Würden diese dann nicht (endlich) lernen, dass auch wir Christen eine klare Familienethik in unserer Bibel haben und dass sie es auch einmal probieren können, sich auf das Angebot von Christus einzulassen?
Wir sollten auch Kräfte, die diese Vorhaben vertreten und diejenigen, die mit ihnen koalieren könnten, warnen, indem wir uns mit dem Mut von Propheten an Abgeordnete und andere Politiker wenden.

Wir können wesentlich stärker in die Öffentlichkeit gehen: Beispiel: Ein kraftvolles Bild war "Schwerter zu Pflugscharen" von besagter kirchlicher Friedensbewegung. Welche Kraft Bewegungen haben können, die vor Ort beginnen (vielleicht mit einem öffentlichen Gebet für die "Familie") und mit Mut gegen den Mainstream und herrschende Ideologien angehen, zeigt dieses Foto von 1983 aus Wittenberg. Was für ein Symbol: Der Heilige Geist kann herrschende Gedanken umschmieden - und schiefe Ebenen aufhalten! Lassen wir uns hierfür neben dem Mut auch die Kreativität eines starken Symbols für die Familie schenken! Auch die Zugehörigkeit zum Gemeinschaftsbund mit der öffentlichen Unterschrift ist so ein kleines prophetisches Zeichen an Gesellschaft und Kirchen.

Wir können Familie fröhlich leben: Andere Menschen dürfen an uns sehen: Der Mann liebt die Frau und die Frau achtet den Mann (Eph 5). Sie dürfen sehen, dass es bei uns keine Unterdrückung oder "Geschlechtszuschreibung" (mehr) gibt - und dass jeder in seiner Rolle glücklich sein kann. Sie dürfen sehen, dass Kinder, die aus solchen Familien kommen, starke Startvoraussetzungen ins Leben haben. Gemeinden können ihren Focus darauf richten, Familien in dieser Weise zu unterstützen. Unsere Ethik aus der Bibel bietet die besten Voraussetzungen, "ein gleichberechtigtes gutes Leben zu führen", wie es der Partei vor Augen steht. Und damit kann es wieder bergauf gehen mit Müttern, Vätern und Kindern.

 

Bild: von Alexa auf Pixabay