Charakterschulung als klarer Auftrag, der zum Reich Gottes gehört (4)

Für Jesus gibt es ein klares Ziel für unser Leben: „In das Reich Gottes eingehen“. Er möchte, dass wir uns im Leben auf die Reinheit dieses Reiches hin orientieren. Er warnt in den Versen 43–48 davor, dass uns Hand, Fuß oder Auge „zu Fall bringen“. Zu einem Kniefall vor Handlungsweisen, die eben nicht den Zielen des Reiches Gottes entsprechen, Gott und unsere Mitmenschen wie uns selbst zu lieben.

Diesen Abfall von Gottes Maßstäben nennt die Bibel auch Sünde. Er trennt uns von Gott und wir können dann nicht mehr ohne weiteres sagen, im Raum seines Reiches zu leben, wenn wir uns zu Regeln unseres eigenen Reiches oder des Reiches vom Widersacher hinreißen lassen.

Da dieser Abfall von den Werten des Reiches Gottes bereits in unserer Gedankenwelt beginnt, ist es sehr hilfreich (wenn auch mutig), mit einem Gegenüber einmal über solche Dinge zu sprechen. Ganz in der Tradition der Methodisten um John Wesley, die damals für Hauskreise u.a. diese Fragen auf dem Programm hatten:

„Wünschst du, dass man dir deine Fehler/Sünden sagt? Wünschst du, dass man dir alle deine Fehler/Sünden sagt und das klar und gründlich? Wünschst du, dass jeder aus der Gruppe dir von Zeit zu Zeit sagen sollte, was auch immer er über dich in seinem Herzen trägt? …“*

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Ein Buchenstamm. Nach außen glatt und „fehlerfrei“, aber im Inneren zerfressen. Leider Symbol für unser Leben, wenn wir bewusst Sünde zulassen.


*Aus Friedemann Burkhardt: Wie Wasser in der Wüste. Geistlich wachsen mit den Lebensregeln John Wesleys. Edition Anker 2001